Psy-BaDo-PTM

Basis-Dokumentation

Die Basis-Dokumentation (Psy-BaDo-PTM) ist ein System zur einheitlichen, berufs- und sektorenübergreifenden klinischen Qualitätssicherung.

Die Psy-BaDo-PTM erhebt für jeden Patienten soziodemographische Variablen, Angaben zum Störungsbild und zur Behandlung in anonymisierter Form. Darüber hinaus erfolgt eine ausführliche psychometrische Eingangs- und Ausgangsdiagnostik zur Veränderungsmessung und Erfolgskontrolle. Diese Daten werden an das Institut für Qualitätsentwicklung in der Psychotherapie und Psychosomatik (IQP) übertragen, das sie den Ergebnissen anderer Kliniken gegenüberstellt (Benchmarking). Die Befragungsergebnisse sind die Basis für interne Therapieevaluation und dienen der kontinuierlichen Überprüfung und Optimierung des therapeutischen Arbeitens.

Nach § 136 SGB V ist eine solche Basis-Dokumentation Pflicht.


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Die Psy-BaDo-PTM zielt zunächst auf die Erfassung im stationären psychotherapeutischen Bereich ab, ist aber prinzipiell für einen versorgungsbereichübergreifenden Einsatz konzipiert.

Ab Version 4.1 basiert die Psy-BaDo-PTM auf einer Zusammenführung mehrerer psychiatrischer, psychosomatischer oder psychotherapeutischer Basis-Dokumentationen (C/L-BaDo, DGPM-ambulant, DGPPN-BaDo, DGSS-BaDo, DRV-BaDo, IQP Psy-BaDo-PTM und Psycho-Onko-BaDo).
Bei der Erstellung der Synopse (Zusammenstellung der Items mit starker inhaltlicher Überlappung) wurde deutlich, dass verschiedene Versorgungsbereiche Spezialinteressen aufweisen (z. B. legt die DGPPN-BaDo Wert auf eine differenzierte Erfassung der Medikation, die für andere unwichtig ist). Deshalb werden bereichsspezifische Module für Krankenbehandlungen (in Anlehnung an die OPS) und für Reha-Behandlung (nach den Vorgaben des KTL-2007 der DRV) verwendet.
Die Module können um weitere versorgungsspezifische Variablen ergänzt werden.

Die Psy-BaDo-PTM umfasst vier Indices in denen zu Behandlungsbeginn und -ende die jeweils von Therapeut und Patient erhobenen Daten zusammengefasst sind. Seit Version 4.13 wird der Index 13 (Migrationshintergrund) eingefügt. Es wird empfohlen, diese Fragen allen Patienten bei Aufnahme vorzulegen.

Vier weitere Indices sind für Testuntersuchungen vorgesehen. Eine zusätzliche Variable „Testdatum“ möglicht, den gleichen Test, z. B. ISR, mehrmals während des stationären Aufenthaltes durchzuführen. Die Zuordnung erfolgt über das Testdatum.

Die Patientennummer ist der wichtigste Identifikationsfaktor auf Klinikebene. Patientendaten werden über mehrere Jahrgänge kumuliert. Es muss daher sichergestellt werden, dass über mehrere Jahre hinweg keine Nummer doppelt vergeben wird. Bei den meisten EDV-Systemen der Kliniken ist das gewährleistet. Werden Patientennummern per Hand vergeben, kann z. B. der Jahrgang die ersten vier Ziffern bilden und dann die Patientennummer vergeben werden. z. B. 20200001, 20200002, 20200003, …


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