PSQ

Perceived Stress Questionaire - Fragebogen zur Erfassung von subjektiv erlebten Stress

Der Perceived Stress Questionaire - Fragebogen zur Erfassung von subjektiv erlebten Stress (PSQ) erfasst die subjektiv erlebte Belastung durch Stress im Zeitraum der vergangenen vier Wochen.

Der PSQ-30 wurde von Levenstein et al. für englisch- und italiensprachige psychosomatische Patienten entwickelt und von Fliege et al. ins Deutsche übersetzt und verbessert. Eine Faktorenanalyse der ursprünglich 30-Itemversion ergab vier Faktoren:

  1. Sorgen
  2. Anspannung
  3. Freude
  4. Anforderungen

Durch Selektion der psychometrisch am besten geeigneten Items für diese Faktoren entstand der PSQ-20. Der ursprüngliche Umfang wurde von 30 Items auf 20 reduziert.

Interkorrelationsmuster und Gruppendifferenzen legen nahe, dass die ersten drei Skalen die interne Stressreaktion des Individuums abbilden, während die Skala „Anforderungen“ die Wahrnehmung äußerer Stressoren fokussiert.

Die 20 oder 30 Items sind Feststellungen, die auf einer vierstufigen Likertskala beantwortet werden: von „fast nie“, über „manchmal“ und „häufig“ bis zu „meistens“.

Der PSQ wurde in einer deutschen Fassung an N=650 Probanden teststatistisch überprüft (n=249 stationär psychosomatische Patienten, n=81 Frauen nach Fehlgeburt, n=74 Frauen nach komplikationsloser Entbindung, n=246 Medizinstudierende).

Der PSQ wurde in einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe normiert (Kocalevent et al. 2007) und an einerMethodik 27 Stichprobe u. a. aus stationär und ambulant psychosomatischen Patienten validiert (Fliege et al. 2005). Cronbach's α der Skalen und des Gesamtwertes liegt zwischen 0,77 und 0,94, die Testhalbierungsreliabilität bei 0,70 bis 0,88 (Fliege et al. 2005) (Cronbach's α der Skalen und des Gesamtwertes: 0,85 bis 0,94). Validiert wurde der PSQ an einem WHO-Instrument zur internationalen Erfassung von Lebensqualität (WHOQOL-Bref) und an einem Messinstrument zur Erfassung von chronischen Stress (Trierer Inventar zum chronischen Stress). Es zeigten sich deutliche Korrelationen zwischen den Instrumenten.

Darüber hinaus konnte der PSQ zwischen Gesunden und Kranken bzw. unterschiedlichen Erkrankungsgruppen unterscheiden. Bezüglich der Kriteriumsvalidität wurden Frauen nach einer Fehlgeburt untersucht, wobei sich höhere immunrelevante Parameter bei Frauen mit höheren Stresswerten fanden als bei solchen mit niedrigeren Werten (Fliege et al. 2005). Der PSQ kann damit insgesamt als valides und reliables Instrument zur Erfassung aktueller, subjektiv erlebter Belastung betrachtet werden.


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Fragebogen


Der PSQ besteht in der Normalversion aus 30 (PSQ-30) und in der Kurzversion (PSQ-20) aus 20 Items.

Bildschirmfoto vom PSQ-20-Fragebogen zum Beantworten für Ihren Patienten.

PSQ-20-Fragebogen

Auswertung


Für den PSQ-30 wird ein Gesamtwert errechnet, der wie von Levenstein et al. (1993) empfohlen, linear zwischen 0 und 1 transformiert wird.

Für den PSQ-20 werden die Mittelwerte der Skalen linar zwischen 0 und 100 transformiert.

Sie bekommen in Ihrem Therapeutenbereich von Psydix.org folgende Auswertung vom Fragebogen des PSQ-20 angezeigt (Bildschirmfoto: PSQ-20-Auswertung) und können diese zusätzlich als PDF-Datei zur Dokumentation im Praxisprogramm herunterladen.

Vorschau der PSQ-20-Auswertung als PDF zum Durchsprechen mit Ihrem Patienten:

PSQ-20-Auswertung PDF Bildschirmfoto

Download: PSQ-20-Auswertung als PDF-Datei.


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Interpretation


Der Gesamtwert ist das Maß für die subjektive Belastung.

Hohe Werte weisen auf eine hohe Skalenausprägung hin.

Für die Skala „Freude“ bedeuten hohe Werte viel Freude. Sie werden nur für die Berechnung des Gesamtwertes umcodiert.


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© Fliege, H., Rose, M., Arck, P., Levenstein, S., Klapp, B.F. (2001)

Bildschirmfoto PSQ-20-Fragebogen
PSQ-20-Fragebogen
Bildschirmfoto PSQ-20-PDF-Auswertung
PSQ-20-PDF-Auswertung