PDI

Pain Disability Index

Der Pain Disability Index bildet aus Patientensicht subjektiv wahrgenommene Behinderungen aufgrund chronischer Schmerzen ab.

Subjektive Beeinträchtigungen korrespondieren nicht immer mit dem Ausmaß organischer Schädigungen. Dadurch stellt die mit dem PDI erhobene Selbsteinschätzung eine wertvolle Ergänzung der multiaxialen Schmerzdiagnostik dar. Er basiert auf dem multidimensionalen Konzept von schmerzbedingter Behinderung und greift dabei auf die von der WHO (1980) vorgenommene Unterscheidung von Krankheits- und Verletzungsfolgen zurück. Sie differenziert zwischen Schädigung (impairment), Behinderung (disability) und Benachteiligung (handicap). "Schmerzbedingte Behinderungen" sind subjektiv wahrgenommene Beeinträchtigungen von Verhaltensweisen und Aktivitäten, die im statistischen Sinne als "normal" anzusehen sind. Diese Behinderungen basieren auf komplexen Wechselbeziehungen zwischen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Auch bei Konstanthaltung organisch-medizinischer Faktoren (d. h. unabhängig vom Grad der diagnostizierbaren organischen Schädigung) können Sie interindividuell höchst unterschiedlich ausfallen. Eine angemessene Erfassung schmerzbedingter Behinderung erfordert daher die Gewinnung diagnostischer Informationen aus unterschiedlichen, komplementären Datenquellen (z. B. Behinderungseinschätzung durch den Partner).

Der PDI erfragt in welchem Ausmaß sich Menschen mit chronischen Schmerzen im Alltag durch ihre Krankheit beeinträchtigt fühlen. Es werden sieben Lebensbereiche aufgeführt:

  1. Familiäre und häusliche Verpflichtungen
  2. Erholung
  3. Soziale Aktivitäten
  4. Beruf
  5. Sexualleben
  6. Selbstversorgung
  7. Lebensnotwendige Tätigkeiten

Jeder Bereich wird jeweils durch eine kurze Erläuterungen präzisiert.

Der Patient schätzt auf einer 11-stufigen Ratingskalen, die verbal mit den Polen 0 = "keine Beeinträchtigung" und 10 = "völlige Beeinträchtigung" verankert sind, die für ihn typische Stärke der Beeinträchtigung ein.

Für den Gesamtwert wurden interne Konsistenzen (Cronbachs Alpha) zwischen α = .83 und α = .90 ermittelt.

Das Verfahren eignet sich für erwachsene Patienten mit chronischen Schmerzen; sowohl als Forschungsinstrument als auch für den routinemäßigen Einsatz in der klinischen Praxis.


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Fragebogen


Bildschirmfoto vom PDI-Fragebogen zum Beantworten für Ihren Patienten.

PDI-Fragebogen

Auswertung


Die Auswertung erfolgt über Addition der angegebenen Werte. Der maximale Summenwert ist 70.

Sie bekommen in Ihrem Therapeutenbereich von Psydix.org folgende Auswertung vom Fragebogen des PDI angezeigt (Bildschirmfoto: PDI-Auswertung) und können diese zusätzlich als PDF-Datei zur Dokumentation im Praxisprogramm herunterladen.

Vorschau der PDI-Auswertung als PDF zum Durchsprechen mit Ihrem Patienten:

PDI-Auswertung PDF Bildschirmfoto

Download: PDI-Auswertung als PDF-Datei.


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Interpretation


Der Gesamtwert wird als Globalmaß für den Grad der Beeinträchtigung interpretiert.


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© Dillmann, U., Nilges, P., Saile, H., Gerbershage, H. (1994)

Bildschirmfoto PDI-Fragebogen
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