Der Essener Fragebogen zur Krankheitsverarbeitung (EFK) ist ein krankheitsübergreifendes Screening-Verfahren zur Selbstbeurteilung. Er erfasst die gegenwärtigen Bewältigungsanstrengungen auf emotionaler, kognitiver und der Verhaltensebene über neun Bewältigungsbereiche hinweg.
Der EFK kann bei allen Patienten mit chronischen körperlichen Erkrankungen zum Einsatz kommen und hat sich in diesem Bereich als ein sensitiver Indikator etabliert.
Die EFK misst die Krankheitsverarbeitung durch Selbsteinschätzung auf folgenden Skalen:
Durch den EFK eröffnen sich im Rahmen der Behandlung Perspektiven auf die Wahrnehmung und Verarbeitung der Krankheitssituation des Betroffenen. Der EFK bietet einen ersten diagnostischen Eindruck, der sich auf Grundlage weiterer Tests und Gespräche differenzieren lässt. Die Ergebnisse können zur weiteren Therapieplanung herangezogen werden. Therapeutische Maßnahmen können an konkreten, individuellen Ressourcen ausgerichtet werden, wodurch eine Förderung der therapeutischen Beziehung möglich ist.
Der EFK-Fragebogen mit 45 Items wird vom Patienten auf einer 5-Punkte-Likert-Skala von „überhaupt nicht“ bis „sehr stark“ beantwortet.

Zur Auswertung des EFK werden je Skala ein Durchschnittswert von 0 bis 4 berechnet sowie ein Stanine-Wert angegeben.
Sie bekommen in Ihrem sicheren Therapeutenbereich von PsyDix.org die folgende Auswertung vom Fragebogen des EFK angezeigt (Bildschirmfoto: EFK-Auswertung) und können diese zusätzlich als PDF-Datei zur Dokumentation im Praxisprogramm herunterladen.
Vorschau der EFK-Auswertung als PDF zum Durchsprechen mit Ihrem Patienten:

Download: EFK-Auswertung als PDF-Datei.
Zur Interpretation des EFK entsprechen höhere Skalenwerte einer besseren Krankheitsverarbeitung. Die Ergebnisse lassen sich als Grundlage für Gespräche und für die Planung der weiteren Therapie verwenden, um den Patienten bei der Bewältigung seiner Situation zu unterstützen.
Weitere Hintergrundinformationen zur Interpretation des EFK finden Sie im EFK-Testmanual, das für Sie in Ihrem sicheren Therapeutenbereich hinterlegt ist.
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© Franke, G. H., Jagla-Franke, M. (2021)